Im Grünen

Worte verfangen sich in den Blättern,

die unbekümmert weiterflüstern,

ihren Schatten

auf die vorausliegenden Schritte werfen,

 

in einem Regen von blauflimmernden Punkten.

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Betrachtung

Der Tag nimmt in Anspruch,

die Nacht lässt los,

 

Sonnenlicht spricht an,

Sternenlicht flüstert zu,

 

an die strahlenden Stunden

schliesst sich Einschlafen,

 

an die schimmernden

Erwachen an.

 

Moment im Sommer

Wenn es Stille ist,

die Dir von Dingen in die Hände gelegt wird,

 

Augenblicke geduldige Gefährten,

die am Wegrand auf Dich warten,

 

wenn Farben Dir vielgestaltig ihr Hiersein zusprechen,

 

das Licht schäumend

und grünflimmernd Dir entgegenbrandet,

 

die Luft schwer von Wärme, Duft

und Erinnerung.

 

 

 

 

 

 

Ausklang

Der Tag sinkt wie ein Buch

in meine Hände,

auf dessen Einband sich

das Licht golden einfängt,

 

während Finger von Moment

zu Moment gleiten

unter dem papiernen Flüstern der Seiten,

 

als würden sie dem Gewesenen

den Trost eines Wiegenliedes

in einem abendlichen Zimmer zusprechen.

An einem Ufer

Wie der Wald dem Wind

vom unsichtbaren Meer erzählt,

 

dessen Brandung rauschend

mit den Blättern spielt,

 

bis sie sich entzieht

an einen Ort,

 

den die Stille

wie ein wogendes

Geheimnis in sich birgt.

 

 

 

Wetterwende

Mit übervollen Händen

schiebt sich der Himmel heran,

 

Bäume schütteln den Wind

von ihren Blättern,

 

und tropfenweise verlieren sich

die Geräusche in Regenstille.

Einander

Wolken ertasten das Land

mit durchsichtigen Fingern,

zählen hörbar die Blätter,

 

breiten suchend

die Hände auf dem Boden aus,

als wäre ihnen eines

verloren gegangen,

 

während das Grüne

spielend seine Hand

in jene andere schiebt.

 

 

Gespräch

Mühelos öffnet Zeit Räume,

die Dich wie eine Ewigkeit

aufnehmen und loslassen,

 

stößt mit einem Fingerzeig

ohne Laut die Türe auf,

lange bevor Du hindurchgehst

 

um Dich auf der anderen Seite

als Garten zu empfangen.