Am Ende

Hat Handeln den Geschmack von warmer Erde

und Lassen einen Rosengartenduft,

die Blätter offen, dass es Morgen werde

und hingehalten in die blaue Luft,

 

und wäre Zeit die ewige Vertraute,

stieg sie heran, verlässlich wie die Flut,

und wir am Ufer wenn der Morgen graute –

wir blieben mit dem Einen: Es ist gut.

 

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Gefunden

Wenn der Tag die Weite eines Wortes annimmt,

in das er eingefaltet ist

 

sich Morgen und Abend

vor seinen Konturen abzeichnen,

 

die Stille am Mittag

ein erinnerndes Hören

unter einer blau gewölbten Muschelschale.

Schnee

Der Wind geht übers Eis

mit stilleleisem Tritt,

das Graue und das Weiss

nehmen einander mit,

 

und manchmal klart ein Blau,

fängt sich das Licht, entfernt,

am Weissen wie ein Tau

und tausendfach versternt –

 

verschattet, jene Welt,

von einer stillen Hand –

und ein Erinnern fällt

ins winterstumme Land.

Wendung

Wie mit dem Späterwerden

der Zeit ein Wandel

den Geschmack des Anfangs bekommt,

 

als wäre das Wenden

der Seite das Öffnen

einer Türe,

 

der Raum dahinter

ein einglöstes Wort.

 

Habt einen glücklichen Jahreswechsel!