Sonne

So weit sie war, sie suchte meine Nähe,

die Ferne wurde spielend überwunden,

für Stunden und Minuten und Sekunden

fragt sie, ob auch mein Blick den ihren sehe –

 

als täten Wolken und der Wind ihr Wehe

und würde sie von beidem erst gesunden

wenn sie sich einmal nur bei mir gefunden,

und ich weiss nicht, ob ich es je verstehe.

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Beschreibung eines Waldes

Grün über und unter uns –

die Baumkronen flüstern den Büschen und Gräsern zu,

wie schön es oben ist –

die Sonne blinzelt durch Blätter herab,

öffnet lautlos grünen Raum um uns,

dessen Wände sich mit jedem Schritt zu verschieben scheinen.

 

Das Aufsetzen der Füße so heimaltich abgefedert,

und unser Weitergehen schlägt die stete

Einladung aus, anzuhalten.

 

Spätestens beim Hinaustreten stellt sich das Gefühl ein,

ihn zu früh verlassen zu haben

und die Dankbarkeit darüber,

dass er unverändert fortbesteht –

unverändert grün.

Vom Ankommen

Kennst Du die Schritte,

die darauf warten, gegangen zu werden,

die Du gehst, in dem Du Dich ihnen überlässt?

Den Gedanken,

der sich als das Vergessen dessen zu erkennen gibt,

was Du zu wissen meinst?

Den Anfang,

vor dem das Gewohnte ratlos zurückbleibt,

und der ihm eine Grenze aufzeigt,

die Du alleine überschreiten kannst?

Den Augenblick,

der darauf gewartet hat,

Dir zur rechten Zeit als dieser Augenblick zu begegnen?