Armut

Die Dinge reissen sich ihre Kleider vom Leib,

damit Du sie erkennst –

 

was Dich daran hindert, sie zu ergreifen,

sind diejenigen, die Du in den Händen hältst,

und nicht damit rechnen,

dass Du sie loslässt.

 

Unter Dir ein Geräusch,

das Dir wie ein Vorwurf nachhallt,

 

bevor eine unterscheidende Stille Dich empfängt,

vor der sich Dinge

klar wie ein Kindergesicht abzeichnen

 

und Dir ihre rosigen Hände hinhalten.

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2 Gedanken zu “Armut

  1. Loslassen um die Hände frei zuhaben, für Neues; für das was zählt. Das hast Du wunderbar in Worte gefasst. Macht Festhalten arm? Toll der Satz: „die Dinge reißen sich die Kleider vom Leib, damit du sie erkennst“. Das ist großartig in Worte gefasst – wie manches vor einem steht und sich fast prostituiert in Schönheit, in Berührung. Und wird doch nicht gesehen, nicht ergriffen, weil die Hände und Herzen zu voll sind von anderem…

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