Im Sommer

Die Dinge ruhen in der Mitte ihres Sommers,

schauen uns halb schlafend mit grünen Augen an,

 

fangen den ein oder anderen Windstoß,

der sich ihnen nähert,

 

trinken mit offenen Händen die goldene Wärme,

deren Übermaß ihnen silbern durch die Finger regnet

 

und sich bunt auf den Gräserspitzen

entlang unseres Weges findet.

Musik auf einer Fahrt

Wie sie uns die Dinge ans  Herz schmiegt,

den dunklen Abendregen in Schlummer wiegt,

das bleierne Wolkenlicht federleicht anrührt,

 

mir von der Landschaft erzählt,

nichts von ihr auslässt,

Vorhang um Vorhang öffnet –

 

bis sie sich ihr wie eine Brandungswelle entzieht

und sie in dem Wunsch zurücklässt,

ihrer unsichtbaren Bewegung zu folgen.

Immer noch

Das erste und letzte Wort

wie zwei Hände

und wir in einem heilsamen Dazwischen –

 

beschliessen den Tag mit einem Schlaf

wie mit einem Gebet,

 

finden uns in der Mitte eines Regens,

wie er in unsere Stunden hineinfällt –

 

als würde er dem Tag seine eigene

vergessene Geschichte erzählen.

 

Irgendwo

Zwischen Steinen

und Sternen,

 

Gesprächen

und Gebeten,

 

halb gehend,

halb schlafend

 

folge ich den Flüssen

und den Tränen,

 

die Landschaft

und Deine offenen Arme vor Augen.