Herbstwende

Winde bevölkern das Land,

Bäume schauen sich ängstlich um

unter einem ungerührt blauen Himmel –

 

ein Wald winkt mir zu,

ich nähere mich auf Rufweite,

 

seinem dünner werdenden Flüstern vom Abschied,

 

bis ich tröstend

meine Hände unter ihm ausbreite.

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In einer Kathedrale

Dem Lautlosen folgen,

Licht, durch farbige Fenster gefallen –

dem Schall innerer Schritte nachgehen,

wie sie von der Weite des Raumes erzählen,

 

in hohen Lichtkegeln winzige Sterne,

der Schwere enthoben,

kreisen umeinander,

 

bis ein Schatten sie vergisst.

Das Mädchen Augenblick

 

Und sie sitzt wie ein Kind

geduldig neben Dir,

während Du sie im Drehen der Zeiger suchst,

 

und unbemerkt nähert sie sich,

damit Du ihren Atem in Deinem Gesicht spürst –

 

lautlos legt sie

ihre Hand auf das Ziffernblatt,

bis Deine Augen sich lösen,

 

und sich das Stakkato der Sekunden

in ihren melodischen Atemzügen verliert.